Kurzinfo über Frettchen (Mustela putorius f. furo)


Klasse                                           Säugetier (Mammalia)
      Ordnung                                 Raubtier (Cornivora)
           Familie                               Marderartige (Mustelidae)
                Untergattung                Illtisse (Putorius)
                     Art                           Europäischer Waldiltis (Nustela putorius)
                          Form                   Frettchen (Mustela putorius f. furo)


Biologie

Beschreibung:

GanzesTier ist dicht behaart, mit Ausnahme der Nase und der Fusssohlen. Kopf rundlich mit spitzer Nase. deutlich über das Kinn ragende obere Fangzähnen und anliegenden, an der Spitze gerundeten Ohren. Körper walzenförmig. Kurze Beine; Füsse mit je fünf zehen, deren Krallen nicht einziehbar sind. Schwanzlänge beträgt etwa 1⁄3 der übrigen Köperlänge Milchgebiss mit 28, Ersatzgebiss mit 34 Zähnen.

Färbung:

Iltisfarben gelb bis braune Unterwolle mit schwarzem Deckhaar, weisses Gesicht mit schwarz dunkler als übriger Körper
Albino weiss bis semmelgelb mit roten Augen
Harlekin Bei iltisfarbenen Frettchen können weisse Abzeichen an Pfoten, Hals und Bauch vorkommen
Siam ⁄ Zimt Frettchen mit weisslicher Unterwolle und grauen , braunen oder rötlichen Deckhaaren werden als Zimt oder Siamfrettchen beeichnet

 

Körpergröße:

Rüde
Körperlänge38 - 46 cm
Schwanzlänge11 - 16 cm
Gewicht1000 - 1800 (2200) g
Fähen
Körperlänge29 - 39 cm
Schwanzlänge8 - 15 cm
Gewicht600 - 1000 (1400) g

Fortpflanzung:

Frettchen werden mit 9 - 10 Monaten geschlechtsreif. Die Ranz der Rüde beginnt bereits im Januar und dauert bis August / September. Bei der Fähe mitte März bis Juli / August. Brunst der Fähe zeigt sich durch Anschwellung der Vulva. Die Tragezeit beträgt durchnittlich 42 Tage, die Wurfgröße 1 - 16, meist 7 - 9 welpen. Die Welpen kommen taub und blind zur Welt. Das Gewicht des Welpen beträgt ca. 8 - 10 g. Ab Beginn der vierten Woche wird zusätzlich feste Nahrung aufgenommen. In der fünften Woche öffnen die Welpen ihre Augen. Das Milchgebiß ist bis ende der sechsten Woche vollständig ausgebildet. Mit acht bis zehn Wochen sind die Jungtiere selbstständig

Unterbringung:

Am besten frei in einem seperatem Zimmer oder im Freigehege im Garten (Vorsicht Tiere graben gerne). Bei Käfighaltung sollten die Mindestmaße von ca. 2 Quadratmeter nicht unterschritten werden, zusätzlich sollte dem Frettchen am Tag mehrstündiger Freilauf gewährt werden.

Ausstattung:

Schlafkiste mit Tüchern. Katzentoilette mit Katzenstreu (täglich reinigen). Schwerer Futternapf und Wassernapf (Ton). Hängematten, Spielzeug, Baustubben, Röhren etc.

Wichtig:

Frettchen haben keine ausgesprochene Beißhemmung dem Menschen gegenüber und fordern verhältnismäßig viel Zuwendung. Vernachlässigte Frettchen werden meist scheu und bissig. Für Kinder erst ab einem bestimmten Alter geeignet. Frettchen sollten am besten immer zu zweit gealten werden. Kastration ist anzuraten.